Milka Ritter Sport

Eröffnung: Freitag, 12. Februar 2016 ab 18 Uhr

Diese Ausstellung ist

ein Ersatz

für eine iPhone-App, die ich

seit Jahren vorschlage, die aber keiner will.

Diese App

würde

die Zeitskala/Tonhöhe

von Musik (gespielt)

in einem Auto entsprechend

seiner Be- oder Entschleunigung verändern.

Oder:

Bei steter Geschwindigkeit

tauscht das Publikum

die vorbeiziehende Landschaft

für die Musik ein.

Wenn aber jemand langsamer wird,

wird entweder die Musik oder die Landschaft

arbeitslos. Wenn aber die Musik

für eine kurze Zeit auch langsamer würde,

wäre das hilfreich

für eine neue

Einstellung.

Das Publikum ist zufrieden

und muss die Kunsthalle Bern nicht besuchen.

Um diese Anwendung zu ersetzen,

teile ich alle Arbeit auf

in streitbaren

oder verbessernden

oder Party-Inhalt.

Ich gebrauche Party-Inhalt

weil es „immer noch schwierig ist, es gut zu machen“

und „er nicht so hoch angesehen ist

wie andere Arten von Inhalt“.

(Paul Edwards)

Ich stelle in dieser Ausstellung

ein Bettlaken einem Fass entgegen.

Während das Fass als Party-Inhalt recht bekannt ist,

z. B. die Kühltürme von Bernd und Hilla Becher,

ist das Bettlaken vielen unbekannt.

Beides dient nur als Aufhänger,

aber kann helfen,

die Cornflakes ins Bild zu tun.

Da das sicher schwierig einzusehen ist,

biete ich Milka und Ritter Sport an

zur Betrachtung von Blumenbildern

wie Tulpen, Kamelien, Hyazinthen

von Henri Fantin-Latour.

(Wolfgang Breuer)

Arbeiten von Wolfgang Breuer (*1966, lebt in Berlin) wurden u.a. präsentiert in Neue Alte Brücke, Frankfurt (2014), Bergen Kunsthall, Bergen (2014), Halle für Kunst, Lüneburg (2013), Firstsite, Colechester (2013), Bortolami, New York (2013), Künstlerhaus Bethanien, Berlin (2013), Pro Choice, Wien (2011), Galerie Meyer Kainer, Wien (2011), Etablissement d’en face, Brüssel (2011), Simultanhalle, Köln (2010), Andrea Rosen Gallery, New York (2010), Hotel, London (2009), Kunsthalle Exnergasse, Wien (2008), After the Butcher, Berlin (2008), Egypted, Wien (2008), Galerie Meerrettich im Glaspavillon an der Volksbühne, Berlin (2006), Between Bridges, London (2006).

Die Kunsthalle Bern dankt der Stadt Bern und der Eidgenossenschaft für die freundliche Unterstützung.

Die Ausstellung wurde durch den No Leftovers-Fonds unterstützt.